PET/CT mit Ga-68-DOTATATE bei Neuroendokrinen Tumoren

Mit der Ga-68-DOTATATE PET/CT kann der Besatz an Oberflächenstrukturen (sog. Somatostatinrezeptoren) auf speziellen Tumoren des Magen-Darm-Traktes (neuroendokrine Tumore, sog. NET) dargestellt werden. Damit können der Primärtumor und mögliche Metastasen erkannt und zugleich die Möglichkeit einer Therapie mit Octreotid (sog. Sandostatin), oder radioaktiv markiertem Octreotid (Y-90- oder Lu-177-DOTATATE, sog. Peptid-Rezeptor-Radionuklidtherapie im Rahmen des „Theranostic“-Konzepts) abgeschätzt werden. Hierbei kommt zum einen die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) zur Darstellung des Tumorstoffwechsels zum Einsatz, zum anderen die CT (Computertomographie, hier als „Niedrig-Dosis-CT“) zur räumlichen Lokalisation. Die Kombination beider Verfahren in einer Untersuchung erlaubt die exakte Lokalisation bösartiger Tumore, wie es mit anderen Verfahren nicht möglich ist.

Die Kosten der PET-CT im Zentrum für Nuklearmedizin und PET/CT, Bremen, werden durch die meisten gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernommen. Gerne sind wir Ihnen im anderweitigem Fall bei der Erstellung eines Kostenübernahmeantrages behilflich.

Die Untersuchung kann unter anderem bei folgenden Fragestellungen angezeigt sein:

  • Lokalisationsdiagnostik bei NET-Tumoren (u.a. Karzinoid, Gastrinom, Insulinom)
  • Frage nach erneutem Tumorwachstum nach Therapie (sog. Rezidiv), Metastasen ?
  • Selektion und Therapiekontrolle bzgl. einer Peptid-Rezeptor-Radionuklidtherapie
  • C-Zellkarzinom der Schilddrüse, Merkelzelltumor

Sie müssen am Untersuchungstag nicht nüchtern sein. Medikamente mit dem Wirkstoff „Octreotid“ (Bendatreotid, Sandostatin, Octreotid) müssen 24 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden. Bitte bringen Sie alle für diese Untersuchung relevanten Vorbefunde mit. Planen Sie für die Untersuchung gute 2-3 Stunden ein.